Leute - 01.04.2020 - 00:00 

Berufung: Paula Bialski

Prof. Dr. Paula Bialski ist seit 1. April 2020 Assoziierte Professorin für Soziologie der Digitalisierung.
Quelle: HSG Newsroom

1. April 2020. Prof. Dr. Paula Bialski, geboren am 16. April 1982, ist polnische und kanadische Staatsbürgerin.

Sie absolvierte von 2001 bis 2004 ihr Bachelorstudium an der University of Guelph in Ontario. Im Jahr 2004 wechselte sie für ihr Masterstudium in Soziologie, welches sie 2007 abschloss, an die Universität in Warschau. Während ihres Masterstudiums arbeitete sie ebenda als wissenschaftliche Assistentin am Department of Sociology. 2012 promovierte sie an der Lancaster University. Der Titel ihrer Dissertation lautet «Becoming Intimately Mobile». Während ihrer Promotionszeit arbeitete sie im Projekt Polish Migration to the UK: The Material Effects of Imagined Geographies am Department of Geography der Lancaster University und als Dozentin am Department of Cultural and Media Studies an der Warsaw School of Social Sciences and Humanities. Als Postdoktorandin forschte sie an der HafenCity Universität in Hamburg und ab 2013 am Forschungslabor digitale Kulturen der Leuphana Universität Lüneburg. Im Jahr 2016 ging sie als Gastforscherin an die Universität Konstanz. Seit 2017 ist sie Juniorprofessorin (W1) für digitale Sozialität am Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien an der Leuphana Universität Lüneburg und leitet das Forschungs-Lab Digitale Kulturen.

Einfluss digitaler Medien auf Arbeitskulturen und Kommunikation

Prof. Dr. Paula Bialski bewegt sich mit ihrer Forschung zwischen Soziologie, Medienwissenschaften und Technologieforschung mit einem Schwerpunkt auf dem Einfluss digitaler Medien auf Arbeitskulturen, Kommunikation und das Konzept der Intimität. In ihrer vergangenen Forschung beschäftigte sie sich mit den Themen Labour und Workplace, neue ad-hoc Netzwerke in Smart-Cities, Mobilität und soziale Beziehungen sowie Intimität. In ihrer gegenwärtigen Forschung beschäftigt sie sich mit Theorien, Methoden und Handlungen, die an der Interaktion zwischen digitaler Technologie und Gesellschaft beteiligt sind. Ihr gegenwärtiges Buchprojekt mit dem Titel «Slow Software» basiert auf einer zweijährigen ethnographischen Studie, die auf die Funktionsweisen von Software-Unternehmen in Berlin eingeht. Ausserdem arbeitet sie zurzeit mit einer internationalen Kollegin und einem Kollegen, nämlich Biella Coleman und Chris Kelty, an der online Plattform Hackcurio, welche eine Serie von kurzen Video Clips mit Bezug zu Hacking sowie Hackers zeigt und diese in einer journalistischen Weise beschreibt. Sie bringt praxiserprobte ethnographische bzw. qualitative Methodenkenntnisse mit. Sie hat bereits erfolgreich Drittmittel im sechsstelligen Bereich eingeworben, beispielsweise als Principal Investigator für die Projekte «Zukunft machen. Vergangene und gegenwärtige Zukünfte des Silicon Valley» der Volkswagen-Stiftung oder «Soziotechnische Imaginäre. Vergangene und gegenwärtige Zukünfte digitaler Kulturen» der DFG. Ausserdem ist sie aktiv in der Organisation von Fachveranstaltungen und Mitglied der European Association for the Study of Science and Technology.

Fundierte Lehrerfahrung und neue Lehrformen

Prof. Dr. Paula Bialski bringt fundierte Lehrerfahrung mit und unterrichtete Kurse zu Themen wie Infrastructure Studies, Computing History, Sharing Cultures, Online Anonymity, Data Materiality, Software Economies, Digital Music Studies, Research Methods for Studying Digital Media. In den letzten fünf Jahren war sie ausserdem eine treibende Kraft im neuen Bachelor-Programm in Digital Media an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie unterrichtete bereits an der Universität St.Gallen im Rahmen der Haniel Seminare. Künftig möchte sie neue Lehrformen anwenden, wie beispielsweise Ethnographic Experimentation Classes oder den Studierenden den Freiraum lassen, eigene Lehrinhalte zu wählen.

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