Veranstaltungen - 25.01.2017 - 00:00

Umbrüche, Revolutionen und Rebellen in den öffentlichen Vorlesungen

Die Universität St.Gallen (HSG) lädt die Bevölkerung im Frühjahrssemester 2017 zu 39 öffentlichen Vorlesungen ein. Die Vorlesungsreihen orientieren sich am aktuellen Geschehen, den weltpolitischen Umbrüchen. Sie beginnen am 20. Februar 2017.

24. Januar 2017. Im vergangenen Jahr hat es bemerkenswerte Umbrüche und Veränderungen gegeben: Grossbritannien hat sich gegen die Europäische Union entschieden, die Vereinigten Staaten wählten Donald Trump zu ihrem 45. Präsidenten und rechtspopulistische, autoritäre und anti-demokratische Strömungen unterspülen weite Teile der Welt. Prof. Dr. Florian Wettstein, Leiter des Öffentlichen Programms, hat dies zum Anlass genommen, diese geopolitischen Umwälzungen in öffentlichen Vorlesungen zu thematisieren.

Relativierung der weltpolitischen Entwicklungen

In der Geschichtsvorlesung stehen die Erklärungen der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen im Vordergrund. Mittels der historischen Verortung der Patrioten, Nationalisten und Populisten von Cicero bis Trump zeigt die Vorlesung Ähnlichkeiten wie auch Unterschiede von früheren Ereignissen zu aktuellen Geschehnissen auf.

Die politische Geschichtsvorlesung widmet sich den Vereinigten Staaten als Immigrationsland. Dabei deckt sie ein historisch ambivalentes Verhältnis der USA zur Einwanderung auf. Dieses Verhältnis manifestiert sich darin, dass Zuwandernde trotz der bekanntermassen hohen Offenheit immer auch hohe gesellschaftliche, rechtliche und politische Hindernisse zu überwinden hatten.

Revolutionen und Rebellen

Umstürze und Revolutionen anderer Art sind ebenfalls Themen des Öffentlichen Programms. Die Digitalisierung und ihre weitereichenden Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben beleuchten zwei Vorlesungen: Die VWL-Vorlesung behandelt die «Digitale Gesellschaft», die Wirtschaftsinformatik-Vorlesung schafft eine Grundlage zum «Verstehen des digitalen Zeitalters».

Reformer und Rebellen stehen zudem im Mittelpunkt der Musikvorlesungen. Eine Vorlesung macht sich die Musik im Zeit der französischen Revolution zum Thema, die andere Musikvorlesung setzt sich mit dem Spätwerk des «enfant terrible» der Musikergilde, Bob Dylan, auseinander. Für die Schweizer Literaturvorlesung konnte das Öffentliche Programm der HSG mit Ulrich Knellwolf einen Rebellen ganz eigener Art gewinnen. Er erzählt, wie er als Theologe durch die «freibeuterische Expedition» in die Domäne der erzählenden Literatur zum (fröhlichen) «Wilderer in fremdem Revier» wurde.

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