Campus - 19.12.2014 - 00:00 

Nachhaltigkeit in der Lehre

Die HSG hat sich als Unterzeichnerin der «U.N. Principles for Responsible Management Education» zu verantwortungsbewusster Forschung und Lehre verpflichtet. Der aktuelle PRME-Bericht bündelt Fortschritte in der nachhaltigen Wirtschaftsausbildung.
Quelle: HSG Newsroom

 

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23. Dezember 2014. Mit den Prinzipien für eine verantwortungsvolle Management-Ausbildung, kurz PRME, wollen die Vereinten Nationen darauf hinwirken, dass Business Schools ihre Absolventen zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten ausbilden, die nachhaltige Werte für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Der Bericht der Universität St.Gallen zu Verantwortung und Nachhaltigkeit dokumentiert, wie Themen der gesellschaftlichen Verantwortung und Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung, Weiterbildung, Campus-Tätigkeiten, Veranstaltungen und im studentischen Engagement an der HSG verankert sind.
 

Eine Herausforderung für die Ausbildung verantwortungsbewusster Persönlichkeiten ist die Integration von Fragen der Verantwortung und Nachhaltigkeit in die Lehre und das studentische Engagement. 2014 sind Fragen der Verantwortung und Nachhaltigkeit in insgesamt 130 Kursen aus allen Programmen und Stufen an der HSG behandelt worden. Damit wurde über die Hälfte aller Studierenden erreicht.

Nachhaltigkeit im studentischen Engagement

Der studentische Verein oikos fördert das Bewusstsein für Nachhaltigkeit unter den Studierenden seit 1987. Heute hat oikos mehr als 200 Mitglieder und ist in zwölf verschiedenen Initiativen engagiert. Er ist einer der aktivsten Vereine an der HSG. Die Initiative oikos consulting hat sich 2014 verselbständigt und den neuen Verein «Student-Impact - Consulting for Sustainable Ideas» gegründet.

Student Impact leistet einen sozialen und ökologischen Beitrag an die Gesellschaft durch Beratung für nachhaltige Start-ups und KMUs. Andere Vereine, die im Bericht vorgestellt werden, sind der Social Business Club, THINK, INDEED, Liter of Light und P.I.E.C.E.S. Das Projekt SnS Ventures fördert soziale und sustainable Ventures gemeinsam mit der Universität Zürich.

PRME-Prinzipien im Studium verankern

HSG-Studierende können sich in speziellen Kursen mit Themen der Verantwortung und Nachhaltigkeit auseinandersetzen. So wird beispielsweise im Master-Programm in Unternehmensführung, kurz MUG, der Kurs «Strategien für eine nachhaltige Zukunft» angeboten.
 

Er wendet die Lehrmethode «Collaboratories». Diese ermöglicht vernetztes Lernen über eine digitale Plattform. Im Master-Programm für Rechnungswesen und Finanzen (MAccFin) wurde der Pflichtwahl-Kurs «Sustainability and Financial Management» im Herbstsemester 2014 zum ersten Mal durchgeführt. Der Kurs integriert Perspektiven aus den Bereichen Controlling, Reporting, Logistik, Nachhaltigkeitsmanagement, Energie und Klima sowie Wirtschaftsethik.

Erstes Institut für Wirtschaft und Ökologie

Weiterhin zeigt der Bericht: St.Gallen war europaweit unter den ersten Wirtschaftsuniversitäten, die ein Institut für Wirtschaftsethik (seit 1989) und ein Institut für Wirtschaft und Ökologie (seit 1992) aufgebaut haben. Auch in den vergangenen Jahren hat die HSG vieles im Bereich Verantwortung und Nachhaltigkeit erreicht.

2011 wurde die Position eines Delegierten für Verantwortung und Nachhaltigkeit (Prof. Dr. Thomas Dyllick) sowie ein zweiter Lehrstuhl für Wirtschaftsethik (Prof. Dr. Florian Wettstein) geschaffen. 2014, wurde das Center for Energy Innovation, Governance and Investment (Leitung: Prof. Dr. Rolf Wüstenhagen) gegründet, welches Mitglieder aus 5 HSG-Instituten umfasst. Dieses erarbeitet wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für Wirtschaft und Politik und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 in der Schweiz.

Bild: Photocase / buba mara

 

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