Campus - 09.03.2016 - 00:00 

68 neue Doktorinnen und Doktoren

Am 22. Februar 2016 hat die Universität St.Gallen (HSG) 68 Doktorate verliehen. Rektor Thomas Bieger hat in seiner Rede darauf hingewiesen, dass Forschungsresultate immer einen Beipackzettel benötigen.
Quelle: HSG Newsroom

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22. Februar 2016. Im Rahmen der Promotionsfeier verlieh Rektor Thomas Bieger 68 Urkunden: 

  • 37 wirtschaftswissenschaftliche,
  • 13 rechtswissenschaftliche,
  • zehn sozialwissenschaftliche,
  • vier staatswissenschaftliche,
  • drei Doctor of Philosophy in Economics and Finance sowie
  • ein Doctor of Philosophy in Finance.

«Forschungsobjekt Mensch»

Thomas Bieger hat die Doktorinnen und Doktoren in seiner Rede daran erinnert, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur die Verantwortung für die Diagnose, die Qualität der Erkenntnisse und Forschungsresultate trügen. Sie seien auch mitverantwortlich für deren Umsetzung – mindestens dafür, dass diejenigen, die die Resultate nutzen, diese richtig verstehen können. «Wie bei Medikamenten braucht es deshalb auf für Forschungsresultate einen Beipackzettel, der auf unerwünschte Nebenwirkungen hinweist», sagte Bieger.

In der Forschung stiessen die Promovierten wahrscheinlich auch auf Phänomene, sagte Bieger, die nicht in die Theorie oder das Hypothesengerüst passten. Denn das Forschungsobjekt in den Sozialwissenschaften, Menschen und ihre Institutionen, seien immer Unikate, die sich verändern können. «Die Aktoren sozialer Systeme sind eben nicht einfach Moleküle, die reagieren, sondern menschliche Wesen, die agieren.» Deshalb müsse dies ebenso auf einem Beipackzettel stehen.

Dank diesen Beipackzettel zu Forschungsresultaten könnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch wirksame Therapien – Strategien und Massnahmen in Politik, Verwaltung, Unternehmen und Gesellschaft – empfehlen, sagte Bieger.

Erfülltes Leben oder Karriere

Alumna Dr. Carole Ackermann, CEO bei Diamondscull AG und Verwaltungsrätin u.a. bei Allianz Suisse, beleuchtete in ihrer Rede «Erfülltes Leben oder Karriere?» die Aspekte zum Antrieb für eine «gute» Karriere. Anhand einer Lebensblume zeigte sie auf, wie trotz der Vielzahl von Möglichkeiten, die sich täglich bieten, ein Fokus entstehen kann und so das Leben eine klare Richtung bekommt. Den Doktorinnen und Doktoren gab Ackermann den Tipp, sie sollen den eigenen Weg finden, damit aus ihrer Karriere ein erfülltes Leben werde.

Die Feier wurde vom Jazztrio Claude Diallo Situation musikalisch umrahmt.

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